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Kreta > Geschichte Kretas

Geschichte Kretas

Kretas interessante Geschichte ist voll von Kämpfen um Freiheit (gegen all seine Eroberer, von den Venezianern, Osmanen bis zu den Deutschen) und Kreativität (die minoische Kultur hatte ihre Blüte hier und viele berühmte Wissenschaftler und Künstler wurden hier geboren). Die minoische Kultur gilt als eine der ersten Zivilisationen Europas und half bei der Entwicklung des klassischen Griechenlands, was die Geschichte von Kreta einmalig macht. 

Minoische Epoche: Die minoische Epoche dauerte von 2600 v.Chr. bis 1100 v.Chr. und kann in drei Epochen unterteilt werden: die frühminoische Zeit von 2600v.Chr. bis 2000 v.Chr., die mittelminoische Zeit von 2000 v.Chr. bis 1580 v.Chr. und die spätminoische Zeit von 1580 v.Chr. bis 1100 v.Chr.. Ihren Namen hat diese erste europäische Zivilisation von dem mythischen König Minos von Kreta.

Die ersten Paläste wurden auf Kreta um den Beginn der mittelminoischen Epoche gebaut (2000 v.Chr.). Die bedeutendsten wurden in Knossos (in der Nähe der heutigen Stadt Heraklion), Phaistos (im Süden, am Meer auf der Messara Ebene), Malia (an der Nordküste), Archanes, Zakros (im äußersten östlichen Zipfel der Insel)  und in Kydonia erbaut. Die ersten Paläste wurden durch ein Erdbeben im Jahre 1700 v.Chr. zerstört, wurden aber direkt nach ihrer Zerstörung wieder aufgebaut. Die berühmtesten davon waren Knossos, Phaistos, Malia und Zarkos. Es waren imposante Bauwerke, gekennzeichnet von einem zentralen Innenhof, der von massiven Säulengängen, Zimmern, Treppen und Werkstätten umgeben war. Die Wände waren mit Fresken dekoriert, die Bilder aus dem Leben der damaligen Zeit zeigten (fischen, ernten und tanzen).

Auf Grund seiner guten geographischen Lage im Zentrum der Insel kontrollierte Knossos das wirtschaftliche wie auch das politische Leben Kretas. Landwirtschaft und Viehzucht sowie die Ausfuhr von Waren, die in den Dörfern und Werkstätten hergestellt wurden, etablierten eine blühende Wirtschaft. Kunsthandwerksgegenstände wurden nach Ägypten, Phönizien und Syrien geliefert und die minoische Keramik war im ganzen östlichen Mittelmeerraum bekannt.

Alle Paläste wurden aber im Jahre 1450 von einem großen Vulkanausbruch auf Santorini zerstört. Das damalige Leben wurde nur an Hand des Palastes von Knossos rekonstruiert, der wiederaufgebaut wurde und der neuen achäischen Dynastie als Residenz diente.

Die minoischen Paläste hatten keine Befestigungen oder Mauern, was darauf hinweist, dass die Minoer den Mittelmeerraum unter ihrer Kontrolle hatten und keine Angst vor Angriffen oder Feinden hatten. Das Hauptmerkmal der Palastarchitektur ist der zentrale Innenhof, um den die Zimmer für bestimmte offizielle Zeremonien und Rituale gelegen waren. Die Wände des Palastes sind geschmückt mit den herrlichen, berühmten, minoischen Fresken, die manchmal sogar in Lebensgröße, Szenen aus dem damaligen Alltagsleben oder der Pflanzen- und Tier- und Meereswelt darstellen.

Die Subminoische, Geometrische und Archaische Zeit (1100-900 v.Chr.): Die Dorer, die vom griechischen Festland kamen, eroberten Kreta nach dem Zusammenbruch der minoischen Zivilisation. Alle Städte waren unter der Führung von Knossos verbunden. Es finden sich auch einige Spuren von dorischen Städten wie Prinia, ca. 40 Kilometer von Heraklion, Lato, 15 Kilometer von Agios Nikolaos und Gortun 45 Kilometer von Heraklion und 17 Kilometer von Phaistos.

Die klassische, Hellenistische und römische Zeit (900 v.Chr.- 330.n.Chr.): Während der klassischen Epoche spielte Kreta keine besondere Rolle. Im Wesentlichen wurde es zu einem Zentrum von Piraten, bis die Römer während ihrer Kreuzzüge Kreta eroberten.

Byzantinische Zeit (330-1204/10 n.Chr.):Im byzantinischen Reich war Kreta eine autonome Provinz und Gortyn war sein religiöses und Verwaltungszentrum. Während dieser Zeit nahm die Zahl der Piraten ab und der Handel blühte, was es möglich machte viele Kirchen zu errichten.

Das Christentum kam mit dem Besuch von Apostel Paulus im Jahre 63 n.Chr. nach Kreta. Sein Schüler Titus verbreitete die Religion auf der ganzen Insel.

Diese Epoche wird durch eine Besetzung der Insel durch die Araber unterbrochen (826-960 n.Chr.). Der byzantinische General Nikiphoros Fokas konnte die Insel im Jahre 960 zurückgewinnen. Heraklion wurde die neue Hauptstadt der Insel und der Sitz des Erzbischofs.

Herrschaft der Venezianer (1204-1669 n.Chr.): Als die Kreuzfahrer im Jahre 1204 Konstantinopel eroberten, wurde Kreta an die Venezianer verkauft. Die Genuesen versuchten die Insel unter ihrer Vorherrschaft zu behalten, aber am Ende siegten die Venezianer. In Heraklion wurden zu dieser Zeit viele neue Gebäude errichtet: der Dogenpalast, die Kirche des Heiligen Marcos und die Loggia. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Türken, flohen viele der griechischen Aristokraten und Intellektuellen nach Kreta. Das Kloster der heiligen Katherina wurde das Zentrum von Kultur, Religion, Philosophie, Musik und Literatur.

In dieser Zeit entstand eine neuer Kunststil, die „kretische Schule“, eine Mischung aus der überlieferten byzantinischen Malerei und Elementen der italienischen Renaissance. Auf Kreta selbst haben sich nur wenige Beispiele dieser Kunst erhalten. Die meisten gibt es auf dem Berg Athos, in Meteora und in den großen Museen Griechenlands. Einige Künstler, die dieser Schule angehörten sind: Michail Damaskinos, Klontzas, Ioannis Kornaros und Domenico Theotokopoulos, besser bekannt als El Greco.

Das Epos von Vincenzo Cornaro „Erotokritos“, das auf das 17. Jhd. datiert wird, ist eines der besten Beispiele für die blühende kretische Literatur dieser Zeit.

Die Zeit der türkischen Herrschaft (1669-1898):Die türkische Herrschaft über die Insel war vielleicht die schlimmste Zeit ihres Bestehens. 60.000 Mann eroberten Chania im Jahre 1645, Rethymnon im Jahre 1646 und die ganze Insel außer der Stadt Candia (Heraklion) bis Ende 1648. Am 27. September 1669 fiel die Stadt letztendlich doch in die Hände der Türken. Dieser Sieg kostete das Leben von 117.000 Türken und 30.000 Kretern und Venezianern.

Während der türkischen Herrschaft wurden viele Kirchen in Moscheen umgewandelt. Viele Kreter verließen die Insel, weil sie die Grausamkeiten ihrer Herrscher nicht ertragen konnten. Der „große kretische Aufstand“, der zu der Zerstörung des Klosters von Arkadi führte, dauerte von 1866 bis 1868 und hatte den Verlust vieler Menschenleben zur Folge. Allerdings wurden die Großmächte auf das „kretische Problem“ aufmerksam und zwangen die Türken, einige Zugeständnisse zu machen. Neue Kämpfe brachen in den Jahren 1895-1896 aus. 1897 erreichten freiwillige Kämpfer und griechische Streitkräfte die Insel, um sie zu befreien und mit dem übrigen Griechenland zu vereinen.

Das autonome Kreta – moderne Geschichte:Im Jahre 1898, das durch das große Blutbad in Heraklion durch die Türken gekennzeichnet ist, endeten die Kämpfe. Die Großmächte – England, Frankreich und Russland – erkannten den autonomen kretischen Staat unter der Herrschaft von Prinz Georg von Griechenland an. Der kretische Aufstand von Therisos führet zur Vereinigung Kretas mit Griechenland und zum Auftreten von Eleftherios Venizelos, der eine wichtige Rolle im politischen Leben Griechenlands spielen wird.

Im Jahre 1923 führte die Kleinasiatische Katastrophe dazu, dass die in Griechenland und auf Kreta lebenden Muslime ausgetauscht wurden mit den in der Türkei lebenden Christen. So immigrierten viele Christen aus der Türkei nach Kreta.

1941-1945 n.Chr.:Die Kreter sind auch bekannt für ihren Widerstand gegen die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Im Mai 1941 wurden tausende von deutschen Fallschirmjägern über Kreta abgeworfen und wurden mit heftigem Widerstand seitens britischer, griechischer, australischer und neuseeländischer Truppen und kretischen Einwohnern konfrontiert. Nach der Eroberung des Flugplatzes in Maleme bekamen die Deutschen Truppen eine gewisse Kontrolle über die Insel. Der Widerstand wurde trotz harter Repressalien während der deutschen Besatzung der Insel weitergeführt.

1945 bis heute: Nach dem Zweiten Weltkrieg brach in Griechenland ein schwerer Bürgerkrieg aus, der bis 1949 dauerte. Es folgten nationale Wahlen und die Kommunisten wurden von der Regierung ausgeschlossen.

Griechenland wurde 1951 in die NATO aufgenommen und 1953 wurde den USA die Erlaubnis gegeben einen unabhängigen Militärstützpunkt in Souda zu haben. Von 1967 bis 1974 herrschte nach einem Militärputsch eine Militärdiktatur in Griechenland. Nach der Rückkehr der Demokratie im Jahre 1974 und der Abschaffung der Monarchie gewann Karamanlis mit der rechtsgerichteten Neuen Demokratie (ND) die Wahlen. Am 1. Januar 1981 wurde Griechenland Mitglied der EWG.

Andreas Papandreou mit der links gerichteten Panhellenischen Sozialistischen Union (PASOK) gewann 1981 die Wahlen und blieb bis 1990 Premierminister. Konstantinos Mitsotakis, gebürtig in Chania, gewann mit der ND die Wahlen von 1990 um nur zwei Sitze und regierte bis 1993. 1993 gewann wieder die PASOK und blieb bis 2004 an der Regierung. Kostas Simitis wurde nach dem Tod von Andreas Papandreou 1996 Premierminister. Die ND mit Konstantinos Karamalis, dem jüngeren gewann die Wahlen 2004, das Jahr, in dem die Olympischen Spiele in Athen stattfanden.

Im Jahre 2002 trat Griechenland der Europäischen Währungsunion bei und der Euro wurde die Landeswährung.